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„KuSch goes Varieté“ – das steht seit 2008 vor allem für eines: perfekte Unterhaltung und große Vielfalt. Rund 600 Besucher erlebten jetzt an drei Tagen ein Programm, das zweifellos zu den hochkarätigsten der letzten Jahre zählte.

Wie immer wurden die Künstler speziell für das Herborner Publikum zusammengestellt, die Show war somit etwas ganz Besonderes. Und das auch aus einem anderen Grund: 2019 hatten die Programmplaner einen besonderen Schwerpunkt auf den Bereich Akrobatik/Artistik gelegt.

Und da hielten die Zuschauer gleich mehrfach den Atem an. Etwas beim „Duo Sienna“. Vienna Holtz und Sina Brunner entstammen dem Abschlussjahrgang 2016 der Artistenschule Berlin und haben sich seitdem in der Varietészene fest etabliert. Sowohl an der Pole-Stange als auch mit dem Luftring rissen sie das Publikum zu Beifallstürmen hin, wenn sie ihre artistischen Höchstschwierigkeiten zu einer ausgeklügelten Choreografie präsentierten. Einfach atemberaubend!

Das galt auch für den „Sculp“, der als letzter Act nahezu mystisch auf die Bühne schlich. Die Zuschauer rätselten noch, was denn der komplett in Silberfarbe getauchte Sonderling vorhatte, als er sich seines Sportgeräts (einem Aluminium-Rundbogen) bemächtigte und mit unbändiger Kraft scheinbar mühelos den Körper in der Waage hielt. Ein absoluter Aha-Effekt am Ende einer Show, die zuvor bereits weitere Highlights vorweisen konnte.

Etwa Anissa Elakel, den Herbornern ebenfalls von der Absolventenshow (Jahrgang 2015) bekannt. Egal ob mit ihrer Handstandnummer auf einem stets die Farben wechselnden Würfel oder tänzerisch anmutig mit den Hoola-Hoop-Reifen – das Publikum beklatschte auch ihre Auftritte frenetisch.

Als verschmitzter „Nerd“ hatte Diabolo-Jongleur Stefan Bauer die Shows eröffnet. Der GOP-erprobte 27-Jährige hat diese klassische Varieté-Kunst weiterentwickelt. Nicht im Sinne von „schneller, höher, weiter“, sondern durch eine stimmige Geschichte, die er transportiert und mit einigen verblüffenden Tricks kombiniert. Die Zuschauer liebten den kleinen Mann mit der Brille, der den Kollegen zudem als perfekter Umbauhelfer wertvolle Dienste leistete.

Eine Kunst, die eigentlich längst vergessen schien, hat der Berliner „Dito“ am Leben gehalten. Sein Steptanz auf drei Koffern sowie im zweiten Teil sein selbst so genannter „Exzentriktanz“ nahm die Besucher mit auf eine Reise in die Zwanziger Jahre - ohne Worte, mit viel Musik und einer beeindruckenden Performance.

Und dann, ja dann gab es auch noch die Moderatoren der Show. Die „Lonely Husband“ gab sich die Ehre – und es hätte für diese Show keine bessere Wahl geben können. „Rick van Nöten“ (Stevie Mazoschek) und der stets zurückgenommene „Ferdinand A. Fachblatt“ (Ulrich Beckers) führten mit Gitarren, Klavier und loser Klappe durch die Abende. Dabei scheuten die beiden nicht davor zurück, sich selbst ordentlich auf die Schippe zu nehmen. Und als in ihrem eigens getexteten Herborn-Song auch noch die Zeile „Luxus und Stil, davon hat Dillenburg nicht viel“ erklang, da waren sie endgültig in den Herzen der Herborner angekommen.

Fazit: „KuSch goes Varieté, Vol. 12“ war beste Unterhaltung und ein echtes Highlight der Spielzeit 2018/2019. Die Planungen für die Auflage Nummer 13 im Februar 2020 laufen bereits.
(Fotos: Gert Fabritius)

 

 
Autor
Jörg Michael Simmer

jms2016

Jörg Michael Simmer ist seit 2001 Vorsitzender des Vereins "Herborner Heimatspiele e.V.", dem er seit seiner Gründung 1990 angehört. Er ist für die Programmzusammenstellung in der Kulturscheune verantwortlich und seit 1984 aktiver Schauspieler.
 

 

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