038 PanFZ1000 008650 780

„Ali Baba“ hat in der Herborner Kulturscheune (KuSch) eine glanzvolle Premiere gefeiert. Es ist das diesjährige Weihnachts-Theaterstück der Herborner Heimatspieler, das großen Eindruck hinterließ.

Die 270. Geschichte der Geschichtensammlung „Tausendundeine Nacht“ mit dem Titel „Ali Baba und die vierzig Räuber“ hat Regisseur Franz Josef Neunzerling derart professionell in Szene gesetzt, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene von der ersten bis zur letzten Minute restlos begeistert waren.

Zum Stück: Der mit Reichtum nicht gerade gesegnete Holzsammler Ali Baba (Dominik Visca) und seine Frau Mardschana (Elisa Hofmann) beobachten Räuber, die einen geraubten Schatz in einer Schatzkammer verstecken. Mit Hilfe des Passwortes „Sesam öffne dich“ gelangen sie in die Höhle und geraten in den Konflikt, ob sie das Raubgut stehlen sollen. Scheherazade (Josi Schneider), die Märchenerzähl-Schülerin, die in einem der geraubten Teppiche eingerollt liegt, ist da auch keine große Hilfe.

Bei ihrer Flucht aus der Höhle (ohne den Schatz) verliert Ali seine Kopfbedeckung und der Räuberhauptmann Rabi Alkahf (Jonas Wogenstahl) will nun unbedingt herausfinden, wem sie gehört. Seine Gefolgsleute Omar Mutaib Wahid (David Löll) und Yussuf Mutaib Wahid (Michel Dahlhaus) bringen ihren Meister dabei mehr als einmal in Wallung.

Das schaffte auch der eloquente Tillmann Rusch bei den Theatergästen, indem er als der große Weltbürger Nasreddin Hodscha mit gekonnten Zauberkunststückchen verblüffte. Sein Begleiter Karagöz (Livia Warch) strapazierte die Zwerchfelle des Publikums mit passendem Papageien-Gekrächze. Eine überragende Rolle spielte im wahrsten Sinne des Wortes Jörg Michael Simmer. Als überheblicher, gekonnt gelangweilter Händler Yasir bin Yasir echauffierte er sich das eine oder andere Mal über den Hungerkünstler Salah Addin (Julius Wolf), der ihm mit Wortverdrehungen und viel Witz fast den Verstand raubte.

So wie Regina Marzen als Mutter (Alqisa Umm) von Scheherazade oder Linus Göbel in der Rolle des Wächters Wasi Shurta hatten alle Schauspieler wunderschöne Kostüme an, für die Adelheid Simmer verantwortlich war. Auch das mobile Bühnenbild, von Holger Heix erdacht und von Mike Krüger und Bernd Winnemann erbaut, war eine Augenweide.

Und dann war da noch die Band „Szenario Five“. Dennis Werwai hatte die Musik für alle Szenen selbst geschrieben und sorgte mit seinen Bandkollegen Julian Zielinski, Annabelle jung, Alina Pulverich und Linus Ansky für orientalisches Flair.

Mit bewundernswertem Einsatz, großem Können und ganz viel Herzblut spielte sich die junge Garde der Herborner Heimatspieler in die Herzen der Zuschauer und nicht Wenige stellten sehr schnell fest, dass sie Zeuge eines Weihnachtspiels sein durften, das weitaus mehr als „nur“ ein Kinderstück war.
(Fotos: Gert Fabritius)

 

 

 
Autor
Siegfried Gerdau

siegfried-gerdau

Seit 2005 arbeitet Siegfried Gerdau (sig) für die im heimischen Raum erscheinenden Tageszeitungen als Freier Journalist. Daneben agiert er als Fotograf für Industrieunternehmen und Privat-Kunden.
 

 

 

kbl2014

Dauerkarte Deutsche Kabarettmeisterschaft
Sie können Ihre Dauerkarte auch nach Beginn der Kabarettmeisterschaft kaufen.
Das Ticketsystem stellt Ihnen die verfügbaren Tickets zusammen und berechnet Ihren Preis.

Ticket 1. SpieltagTicket 2. SpieltagTicket 3. SpieltagTicket 4. SpieltagTicket 5. SpieltagTicket 6. SpieltagTicket 7. Spieltag

KuSch TV

Auf diesem YouTube-Kanal berichten wir über Künstler, die auf unserer Kleinkunstbühne in Herborn auftreten.

Schlumpe­weck

Die KulturScheune Herborn lädt in Verbindung mit dem Stadtmarketing, der Sparkasse Dillenburg, der Firma Rittal sowie der Friedhelm-Loh-Group zur Teilnahme am Wettbewerb um den Herborner Klein­kunstpreis "Schlumpeweck" ein.

KulturScheune Herborn - Herborner Heimatspiele e.V.      Austraße 87     35745 Herborn